Phishing und Bankbetrug: So sichern Sie Konten und Karten ab
💡 Quick Tip
Niemand ist sicher vor Cyberkriminellen. Lernen Sie raffinierte Phishing-Attacken per SMS erkennen und Ihre Karten so zu konfigurieren, dass Hacker keine Chance haben.
Der moderne Banküberfall passiert im Wohnzimmer
Hacker stürmen keine Banken; sie bringen Sie dazu, die Tresortür selbst zu öffnen. Beim Phishing (oder Smishing per SMS) tarnen sie sich als Ihre Bank oder Paketdienst.
Wie die Masche funktioniert
Sie erhalten eine SMS: "Unbefugter Zugriff! Hier klicken, um Konto zu entsperren."
Der Link führt zu einer perfekten Kopie der Bank-Website. Panisch geben Sie PIN und die empfangene SMS-TAN ein. Sie entsperren nichts – Sie autorisieren eine Überweisung ins Ausland. Das Geld ist in Sekunden weg.
3 Goldene Regeln zum Schutz
- Die Bank fragt NIE per SMS nach Codes: Wenn nach der PIN oder TAN per Mail/SMS gefragt wird, ist es 100 % Betrug.
- Nicht auf Links klicken: Schließen Sie die SMS. Öffnen Sie manuell die echte Bank-App. Echte Warnungen finden Sie nur dort in der Postbox.
- Karten "einfrieren": Gehen Sie in die App und deaktivieren Sie "Online-Zahlungen" sowie "Auslandseinsatz". Aktivieren Sie diese Funktionen nur für die Sekunden, in denen Sie wirklich einkaufen. Ist die Karte kopiert, können Betrüger dennoch nicht abbuchen.
📊 Practical Example
Praxisbeispiel mit realen Zahlen
Sie haben 2.500 € auf dem Konto.
Falsche Post-SMS: "Paket beim Zoll. Zahlen Sie 1,50 €". Sie geben Ihre Kartendaten ein.
Die Täter buchen nicht 1,50 € ab, sondern versuchen direkt 2.500 € im Ausland abzuziehen.
- Ohne Schutz: Das Geld geht ab. Die Rückbuchung ist ein zäher Kampf mit der Polizei und der Bank (oft ohne Erfolg, wenn Sie die TAN selbst freigegeben haben).
- Mit "eingefrorener" Karte: Die Bank-App blockt die Transaktion sofort, da Online-Käufe deaktiviert waren. Kein Cent ist weg. Sie lassen sich zur Sicherheit einfach eine neue Karte zuschicken.