Budgetieren mit unregelmäßigem Einkommen: Der Guide für Freiberufler
💡 Quick Tip
Entdecken Sie, wie Sie Finanzen managen, wenn Sie nicht wissen, was Sie nächsten Monat verdienen. Berechnen Sie Ihr Basisgehalt und bauen Sie ein Sicherheitspolster auf.
Die finanzielle Achterbahn
Als Freelancer ist Unsicherheit der größte Feind. Ein Monat 3.000 €, der nächste 600 €. Ein Standard-Budget versagt hier.
Schritt 1: Das "Basisgehalt" finden
Berechnen Sie Ihr Überlebensminimum (Miete, Lebensmittel, Steuern). Ist Ihr monatliches Durchschnittseinkommen höher, wird dieses Minimum zu Ihrem "Basisgehalt".
Schritt 2: Die 2-Konten-Regel
Trennen Sie Geschäfts- und Privatgeld:
- Geschäftskonto: Alle Kundengelder gehen hier ein.
- Privatkonto: Hier laufen Miete und privates Leben.
Am 1. des Monats überweisen Sie exakt Ihr "Basisgehalt" aufs Privatkonto. Selbst bei doppelten Einnahmen zahlen Sie sich nicht mehr aus.
Schritt 3: Was tun in guten Monaten?
Das überschüssige Geld bleibt auf dem Geschäftskonto und bildet ein Stabilitätspolster (3 bis 6 Basisgehälter). Kommt ein schlechter Monat, zahlen Sie Ihr Basisgehalt einfach aus diesem Polster.
📊 Practical Example
Praxisbeispiel mit realen Zahlen
Ihr Überlebensminimum (Basisgehalt) ist 1.200 €.
- Monat 1 (Gut): Sie nehmen 2.500 € ein. Sie überweisen 1.200 € aufs Privatkonto. 1.300 € bleiben im Polster.
- Monat 2 (Schlecht): Sie nehmen nur 400 € ein. Kein Problem. Sie überweisen Ihre 1.200 € aufs Privatkonto (nehmen die fehlenden 800 € aus dem Polster).
Ihr Privatleben merkt von der Krise nichts. Die Miete wird pünktlich bezahlt. Das ist echter Seelenfrieden für Selbstständige.